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Wieder einmal dem Freund stundenlang zugehört bei dessen Drama um seine Ex, seinen Chef oder weil der Kaffee heute morgen um 1 Grad zu kalt war.

Wieder einmal die Freundin unterstützt, weil sie keinen Babysitter hatte und zu dem ach so wichtigen beruflichen Termin musste, der dann eigenartigerweise in einer Cocktailbar endete und Deine Freundin Dich leicht angeheitert von Deinen Diensten ablöste.

Wir alle kennen das. Und es ist eine wunderschöne Eigenschaft, wenn wir für andere da sind und das ist in einer Freundschaft und in der Familie auch völlig logisch und wichtig. Wir pflanzen gegenseitig Blumen in unseren Gärten. Und wenn alle mitmachen, erblühen unsere Blumen in all unseren Gärten und alle freuen sich. Sich gegenseitig zu kümmern ist echt was Tolles.

Genau. Gegenseitig. Aber kennst Du das Gefühl, wenn nur mehr Du die- oder derjenige bist, der die Blumen pflanzt? Und der andere sie nicht mal mehr gießt? Weil es selbstverständlich wurde? Weil Du selbstverständlich wurdest? Ein total doofes Gefühl.

Doch was tun?

Höre auf, Blumen in den Gärten von Menschen zu pflanzen, die sie nicht gießen werden. (Unbekannt)

Grabe besser mal wieder Deinen eigenen (inneren) Garten um. Pflanze neu. Kümmere Dich. Reiße Unkraut aus. Schau, was wichtig ist und bleiben darf und was nicht.

Und beobachte eine Zeitlang, wer Dir beim Umgraben und Blumenpflanzen hilft. Und dann entscheide neu, wessen Gärten Du bepflanzt.

Klara Hanstein – Für Kopf und Herz

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