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Warum kann es bei Angst und Panik helfen, wenn Du ins „Narrenkastl“ schaust?

Und: was heißt es eigentlich, ins „Narrenkastl“ zu schauen? (übrigens ist der Begriff eher in Österreich bekannt)

Unser Gehirn nimmt ständig ohne Pause alle Informationen wahr und verarbeitet diese.

Wenn wir ins „Narrenkastl“ schauen, starren wir (oft unbewusst) auf einen Punkt an der Wand oder in der Ferne und lassen unseren Gedanken freien Lauf.

Das heißt, Du erzwingst nichts und alles darf sein.

Alle Gedanken dürfen da sein und fließen einfach.

Du hältst keinen Gedanken fest.

Das kann sich wie tagträumen anfühlen oder wie eine angenehme Leere im Kopf.

Diese Auszeit ist wichtig für uns.

Es können sich intern Dinge sortieren und man entspannt.

Gehirnwellen:

Unsere Gehirnwellen schwingen den ganzen Tag in einer von fünf Frequenzen, nämlich:

Delta: Tiefschlaf oder Regeneration

Theta: Meditation, tiefe Entspannung

Alpha: wach, aber tief entspannt, Gelassenheit

Beta: normaler Wachzustand, gute Aufmerksamkeit

(bei Angst und Panik hohe Werte)

Gamma: extreme Konzentration, intensives Lernen

Wenn wir einen Menschen beobachten, der ins „Narrenkastl“ schaut, sieht dieser meist gedankenverloren irgendwo in die Ferne und man hat das Gefühl, er oder sie ist mit den Gedanken ganz wo anders.

Wenn Du ins Narrenkastl schaust oder tagträumst, bringt sich Dein Gehirn vom Beta- oder Gamma-Gehirnwellen-Bereich in den Alpha-Bereich. Du bist wach, aber entspannt.

Und bei Angst?

Deine Gehirnwellen kannst Du Dir bei

Angst und Panik zu Nutze machen.

Dies braucht meist etwas Übung, dass

Du Dir selbst vertraust, dass das klappt.

Nochmal kurz erklärt: bei Angst rasen Deine Gedanken und Dein Körper springt auf Alarm.

Doch wie bringt man nun diesen Alarmzustand am besten wieder in den Ruhezustand?

Indem Du ruhig atmest und ins Narrenkastl schaust.

Durch die ruhige Atmung signalisierst Du Deinem Körper, dass er zurück in die Ruhe gehen darf.

Durch Deinen Blick auf einen Punkt an der Wand oder in die Ferne signalisierst Du Deinen Gedanken, dass sie sich beruhigen dürfen.

Alles darf da sein.

Du kämpfst gegen nichts an.

Die Gedanken dürfen fließen.

Alles ist okay.

Auch wenn es sich ungut anfühlt, Du weißt, dass es vorbeigeht.

Es ist okay.

Alles darf da sein.

Atme. Tief ein und lange aus.

Gib Dir anfangs genügend Zeit, um dies zu üben.

Bei intensiven Angstgefühlen kann es schon mal sein, dass die Beruhigung eine längere Zeit in Anspruch nimmt.

Vertraue Deinem Körper und Deinem Kopf.

Genauso wie sie Dich in Alarmbereitschaft versetzen können, können sie Dein Nervensystem auch wieder beruhigen.

Du kannst sie dabei unterstützen.

Je öfter es Dir gelingt, Dich selbst beruhigen, umso mehr vertraust Du Dir und umso leichter wird es.

Glaub mir.

Klara Hanstein – Für Kopf und Herz

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