Die schönste Zeit im Jahr?

So kurz vor Weihnachten. 

So viele Menschen in Weihnachtsstimmung.

Es ist okay, wenn Du es nicht bist.

So viele Menschen freuen sich auf die Zeit mit ihrer Familie.

Es ist okay, wenn Du Dich nicht freust.

So viele Menschen freuen sich auf Parties, Urlaub, Ausgelassenheit.

Es ist okay, wenn Du nichts damit anfangen kannst.

So viele Menschen erfreuen sich an Lichterketten, am Duft von Punsch und Plätzchen.

Es ist okay, wenn Du das nicht spürst.

So viele Menschen haben hohe Erwartungen an die Weihnachtszeit.

Es ist okay, wenn Du gar nichts erwartest.

So viele Menschen fühlen sich in dieser Zeit wohl und genießen diese Tage.

Es ist okay, wenn Du froh bist, wenn es vorbei ist.

So viele Menschen können die freien Tage kaum erwarten.

Es ist okay, wenn freie Tage für Dich schwer sind.

So viele Menschen möchten in diesen Tagen ihre Freude mit anderen teilen.

Es ist okay, wenn Du alleine sein willst.

So viele Menschen sind in dieser Zeit ausgelassen und glücklich.

Es ist okay, wenn diese Zeit für Dich besonders schwer ist und Du keine Freude empfindest.

Es ist okay.

Es ist okay.

Es ist okay.

Hören wir auf, so zu tun, als müssten wir zu Weihnachten alle glücklich, zufrieden und ausgelassen sein.

Und als wäre das die schönste Zeit im Jahr.

Es darf die schönste Zeit sein.

Es ist okay, wenn sie das nicht ist.

Ich wünsche Dir so viel Kraft, dass Du gut mit allem klar kommst.

Wir schaffen das. 💚

Deine Klara

Sag nicht Ja, wenn Du Nein sagen willst

Eine Sache beschäftigt mich definitiv schon mein ganzes Erwachsenen-Leben lang:

Grenzen ziehen und Nein-sagen können.

Kann ich nämlich (Du wirst es Dir schon denken können): NICHT.

Aber ich werde besser.

Weißt Du, warum?

Weil ich mehr auf meinen Bauch höre.

Vielleicht als kurze Erklärung: ich bin ein totaler Kopf-Mensch. Als Psychologin bin ich Wissenschaftlerin, ich bin Lösungs-Suchende, ein Mensch, der Dinge analysiert, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Mitgefühl hab ich mit anderen.

Mit mir nicht. Wenn es um meine eigenen Angelegenheiten geht, geht es um Fakten, Vorankommen, Dinge in die Hand nehmen, Klarheit, Fokus.

Für das Gefühl bleibt da keine Zeit. (Diese Lebenseinstellung hat wahrscheinlich auch zu meinem Burnout und meiner Angsterkrankung geführt).

Denn wie Du Dir denken kannst: Gesund ist das nicht.

Was mache ich jetzt anders? (Oder versuche es zumindest.):

Ich höre in mich hinein.

Frag mich, ob das für mich passt.

Hole mal das Bauchgefühl dazu.

Fühlt sich das überhaupt gut an?

Fühlt es sich machbar an?

Fühlt es sich schaffbar an?

Will ich das überhaupt?

Und neben der Leistungs- und Fakten- und Es-allen-recht-machen-wollen-Stimme piepst dann manchmal das Bauchgefühl hervor:

“Ich will das nicht.”

Und dann höre ich darauf (meistens) und

→ sage ab.

→ sage nein.

→ verschiebe etwas.

→ lasse etwas sausen.

→ treffe eine Entscheidung.

In den letzten Wochen und Monaten haben ich Einladungen zu großen Veranstaltungen, Kongressen und Fernsehsendungen (eine davon sogar mit Bülent Ceylan) abgesagt, weil mein Bauch “Nein” gesagt hat.

Und dann lehne ich mich zurück, atme tief durch und merke, wie sich Entspannung in mir breit macht. Ein Wohlgefühl. Und freue mich darauf, mich wieder den Dingen zuzuwenden, zu denen mein Bauchgefühl “Ja” gesagt hat.

Wie oft hörst Du auf Deinen Bauch?

 

Wir schaffen das.💚

Deine Klara

Ein dickeres Fell zulegen

Seit ich hier in der Onlinewelt unterwegs bin, merke ich, dass ich ein dickeres Fell brauche.

Warum?

Nach Außen mag das immer recht „schön“ ausschauen, wenn man viele Menschen hat, die einem in den sozialen Medien folgen, wenn das Buch schon das 2. Mal auf der SPIEGEL-Bestseller-Liste steht, wenn man viele Likes und sonst was bekommt.

Scheinbar alles wunderbar in Klaras Leben. Leider nicht. 

Denn es hat auch seine Schattenseiten:

je mehr man sich öffentlich „zeigt“, umso angreifbarer wird man auch. Umso mehr Kritik hagelt es. Umso mehr Menschen gibt es, denen nicht gefällt, was man tut. Umso mehr Menschen stößt es „sauer auf“, was man so macht. Und da gibt’s auch einige, die das dann rauslassen. 

Und ganz ehrlich, man muss auch gar nicht im „Rampenlicht“ stehen, um Kritik zu bekommen. Kritik gibt’s ja immer wieder mal. Wenn man „in der Öffentlichkeit“ steht, bekommt man Kritik aber von wildfremden Menschen. Das fühlt sich irgendwie komisch an.

 

Wie gehst Du mit Kritik um?

Ich habe gemerkt, dass ich sie viel zu nahe an mich heranlasse. Und daran möchte ich etwas ändern. Vielleicht geht es Dir ähnlich. Dann lies weiter:

Meine 3 Erkenntnisse aus dem Wochenende:

1. Du kannst es nie jedem recht machen

Wenn Du A sagst, gibt es Menschen, die B sagen. Wenn Du B sagst, gibt es Menschen, die A sagen. Sag das, was sich für Dich richtig anfühlt. Wenn Du nämlich jetzt anfängst zu überlegen, ob Deine Meinung A allen mit der Meinung B, C, D, E, F, G, H und vielleicht auch noch I passt, machst Du Dich verrückt. Steh zu Dir und Deinen Entscheidungen/ Meinungen. 

2. Kritik hat oftmals mehr mit dem Kritiker zu tun, als mit Dir selbst

Dass jemandem etwas sauer aufstößt, hat meist mit dessen Lebensgeschichte, mit dessen Werte, mit dessen Einstellung zu tun. Und ganz wenig mit Dir.

Und das ist ja auch okay so. Es darf jemand nicht okay finden, was Du tust. Punkt. Du musst Dich nicht rechtfertigen oder Deine Meinung ändern. Der/ die andere hat eben eine andere Meinung.

Lass das einfach so stehen.

3. Frag Dich, ob die Kritik gerechtfertigt ist

Natürlich dürfen wir uns hinterfragen. Wenn man konstruktive und sachliche Kritik bekommt, ist es gut, mal die eigenen Überzeugungen/ Einstellungen anzusehen und sich eventuell auch neu auszurichten, wenn man bemerkt, dass man in die falsche Richtung reitet.

Die Betonung liegt auf konstruktiver Kritik. Ich habe vor kurzem eine richtig vernichtende Kritik zu meinem Buch bekommen. Warum ich sie kaum ernst genommen habe? Weil sie in keinster Weise konstruktiv war. Und der Kritiker auch gesagt hat, dass er das Buch nicht mal gelesen hat.

Also: frag Dich immer, ob Du die Kritik überhaupt ernst nehmen kannst.

Ein dickeres Fell werde ich mir trotzdem zulegen müssen. Denn die vom Wochenende wird nicht die letzte Kritik gewesen sein, die ich zu meiner Arbeit bekommen habe.

Wir schaffen das. 💚

Ganz sicher. 

Deine Klara